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Übernachtungssteuer in Japan: Städte, Sätze, Airbnb

Die japanische Übernachtungssteuer (shukuhaku-zei) ist eine kommunale Abgabe, die bestimmte Städte auf jede bezahlte Übernachtung erheben (Hotel, Ryokan, minpaku/Airbnb). Nicht alle Städte wenden sie an: Tokio, Osaka, Kyoto, Kanazawa, Fukuoka und einige weitere haben sie eingeführt, mit Beträgen von in der Regel 100 ¥ bis 1.000 ¥ pro Person und Nacht, je nach Zimmerpreis. Der Beherbergungsbetrieb zieht sie vom Reisenden ein und führt sie an die Stadtverwaltung ab: für einen Airbnb-Gastgeber eine Verwaltungspflicht, die man nicht übersehen sollte.

Facade of Kyoto City Hall, a Japanese stone government building
Foto: W2z · CC0

Was ist die shukuhaku-zei (Übernachtungssteuer)?

Die shukuhaku-zei (shukuhaku-zei, Übernachtungssteuer) ist eine freiwillige kommunale Steuer, die japanische Gemeinden auf touristische Übernachtungen einführen können. Sie finanziert Tourismusförderung, die Pflege von Sehenswürdigkeiten und die Infrastruktur für Gäste.

Sie gilt grundsätzlich für alle Formen bezahlter Beherbergung: Hotels, ryokan (旅館, traditionelles Gasthaus), minpaku (minpaku, Kurzzeitvermietung nach dem Gesetz für private Beherbergung, höchstens 180 Nächte im Jahr) und Kapselhotels. Der Satz hängt meist vom Übernachtungspreis pro Person ab: je teurer das Zimmer, desto höher die Steuer.

Verwechseln Sie sie nicht mit der onsen-zei (入湯税, Badeabgabe für heiße Quellen), die in Thermalorten erhoben wird, und auch nicht mit der Ausreisesteuer (国際観光旅客税). Die shukuhaku-zei ist eine echte Aufenthaltssteuer pro Nacht, nah am europäischen Modell.

Welche Städte erheben die Übernachtungssteuer?

Das System breitet sich aus, bleibt aber von Stadt zu Stadt verschieden. Zu den Gemeinden, die es anwenden, zählen Tokio, Osaka, Kyoto, Kanazawa, Fukuoka (Stadt und Präfektur) sowie Kutchan (Niseko). Andere prüfen es oder führen es schrittweise ein.

Kyoto, Vorreiter bei der Regulierung des Tourismus, plant sogar eine Anhebung seiner Staffel, mit einer deutlich höheren Obergrenze für gehobene Unterkünfte. Beträge und Stufen ändern sich regelmäßig: Prüfen Sie die geltende Staffel immer auf der Website der jeweiligen Stadtverwaltung.

  • Große Städte (Tokio, Osaka, Kyoto): nach Preis gestaffelt.
  • Tourismusstädte (Kanazawa, Fukuoka, Kutchan/Niseko): eigene Staffeln, teils pauschal.
  • Ländliche Gebiete und kleine Orte: meist keine Übernachtungssteuer.

Wenn Sie eine Ferienvermietung als Investition planen, zählt die Wahl der Stadt: Vergleichen Sie die Renditen in unserem Artikel Airbnb-Rendite in Japan nach Stadt.

Sätze pro Nacht: typische Staffeln

Vorherrschend ist eine progressive Staffel, berechnet auf den Übernachtungspreis pro Person vor Steuern. Hier repräsentative Größenordnungen (von Stadt zu Stadt zu prüfen):

Preis pro Nacht und PersonSteuer pro Nacht (Richtwert)Entspricht etwa
unter 20.000 ¥200 ¥rund 1,10 €
20.000 ¥ bis 50.000 ¥500 ¥rund 2,75 €
50.000 ¥ und mehr1.000 ¥rund 5,50 €

Manche Städte erheben stattdessen einen Pauschalbetrag (zum Beispiel 200 ¥ pro Nacht unabhängig vom Preis). Die unteren Stufen beginnen oft bei 100 ¥ bis 200 ¥ (rund 0,55 € bis 1,10 €).

Ein konkretes Beispiel: Wer allein drei Nächte in einem minpaku zu 15.000 ¥ pro Nacht verbringt, zahlt etwa 3 × 200 ¥ = 600 ¥ (rund 3,30 €) Übernachtungssteuer, zusätzlich zum Preis der Unterkunft. Über eine ganze Reise bleiben diese Beträge bescheiden, sie sind aber verpflichtend.

Wer zieht die Steuer ein: die Rolle des Betreibers

Entscheidender Mechanismus: Verantwortlich ist rechtlich nicht die Plattform, sondern der Beherbergungsbetrieb. In der Praxis:

  1. Der Gastgeber zieht die Steuer beim Reisenden ein, zum Zeitpunkt des Aufenthalts (oft auf der Rechnung ausgewiesen oder bei der Ankunft kassiert).
  2. Er meldet und überweist sie an die Stadtverwaltung, nach einem örtlich festgelegten Rhythmus (häufig monatlich).
  3. Er führt ein Verzeichnis der Übernachtungen, um die Beträge zu belegen.

Manche Plattformen helfen beim Einzug, die letzte Verantwortung bleibt jedoch beim Gastgeber. Für einen minpaku-Betreiber ist das eine Position mehr in der Verwaltung, die von Anfang an eingeplant gehört. Den Rahmen der Kurzzeitvermietung (Lizenz, Obergrenze von 180 Nächten) beschreibt unser Artikel Minpaku-Lizenz und die 180-Tage-Regel.

Folgen für Airbnb-Gastgeber: Kosten und gute Praxis

Für den Gastgeber schmälert die Übernachtungssteuer nicht die Marge (der Reisende zahlt sie), sie schafft aber einen Verwaltungsaufwand und ein Risiko bei der Einhaltung der Vorschriften, das man nicht unterschätzen sollte. Das Wesentliche:

Gute Praxis

  • Die Steuer klar ausweisen, im Inserat und bei der Ankunft, um Streit zu vermeiden.
  • Den Einzug automatisieren und ein genaues Verzeichnis der Übernachtungen führen.
  • Die Abgabefristen einhalten, die die Stadtverwaltung vorgibt.
  • Unterscheiden zwischen Übernachtungssteuer (eingezogen), Verbrauchsteuer und Steuer auf Mieteinnahmen (Ihre eigene Last): Das sind drei verschiedene Dinge.

Häufige Fehler

  • Zu übersehen, dass die Zielstadt die Steuer erhebt (vor dem Kauf prüfen).
  • Sie nicht einzuziehen und sie später selbst zahlen zu müssen.
  • Den Abgaberhythmus zu vernachlässigen.

Gegenüber der Rentabilität einer guten Lage, getragen vom Rekordtourismus, bleibt die Übernachtungssteuer eine Randgröße. Sie gehört ins gesamte Betriebsbudget: siehe unsere Betriebskosten eines Airbnb in Japan.

Fazit: eine geringe Steuer, aber eine strikte Pflicht

Die japanische Übernachtungssteuer (shukuhaku-zei) ist eine kommunale Abgabe, die nur bestimmte Städte erheben (insbesondere Tokio, Osaka, Kyoto, Kanazawa, Fukuoka, Kutchan/Niseko), mit Beträgen von in der Regel 100 ¥ bis 1.000 ¥ pro Person und Nacht (rund 0,55 € bis 5,50 €). Sie wird vom Reisenden gezahlt, aber vom Betreiber eingezogen und abgeführt.

Für Investoren in der Kurzzeitvermietung liegt die Frage nicht beim Betrag, der gering ist, sondern bei der Einhaltung der Regeln: prüfen, ob die Stadt die Steuer erhebt, korrekt einziehen und fristgerecht abführen. Richtig gehandhabt, belastet sie die Rentabilität überhaupt nicht. Um ein rentables und regelkonformes Projekt der Ferienvermietung aufzubauen, vom Kauf bis zum Betrieb, entdecken Sie unsere persönliche Begleitung und sehen Sie sich unsere ausgewählten Angebote an.

Häufige Fragen

Welche Städte erheben in Japan die Übernachtungssteuer?

Nicht alle. Betroffen sind unter anderem Tokio, Osaka, Kyoto, Kanazawa, Fukuoka und Kutchan (Niseko). Weitere prüfen die Einführung. Ländliche Gebiete und kleine Orte sind meist ausgenommen. Prüfen Sie die Staffel immer auf der Website der Stadtverwaltung.

Wie hoch ist die Übernachtungssteuer pro Nacht in Japan?

Der Betrag hängt von der Stadt und vom Übernachtungspreis ab. In der Regel liegt er zwischen 100 ¥ und 1.000 ¥ pro Person und Nacht (rund 0,55 € bis 5,50 €), nach einer progressiven, teils pauschalen Staffel. Günstige Nächte werden mit dem Mindestsatz besteuert, Luxusunterkünfte mit dem Höchstsatz.

Wer zieht die Übernachtungssteuer ein, der Gastgeber oder die Plattform?

Rechtlich verantwortlich ist der Beherbergungsbetrieb, also der Gastgeber: Er zieht die Steuer beim Reisenden ein, meldet sie dann und führt sie nach dem örtlichen Rhythmus an die Stadtverwaltung ab. Manche Plattformen helfen beim Einzug, die letzte Verantwortung bleibt beim Gastgeber.

Mindert die Übernachtungssteuer die Rendite eines Airbnb in Japan?

Nein, denn der Reisende zahlt sie, nicht der Gastgeber. Sie verursacht vor allem Verwaltungsaufwand (Einzug, Verzeichnis, Abführung). Gut organisiert, ist sie für die Marge neutral und bleibt gegenüber dem Ertragspotenzial einer guten Lage eine Randgröße.

Gilt die Übernachtungssteuer auch für Kurzzeitvermietungen wie Airbnb?

Ja. In Städten, die sie eingeführt haben, unterliegt die minpaku (Kurzzeitvermietung) der Übernachtungssteuer genauso wie Hotels und Ryokan. Der Gastgeber muss sie also einziehen und abführen, zusätzlich zur Einhaltung der Minpaku-Lizenz und der Obergrenze von 180 Nächten im Jahr.

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